Textil-Lexikon ...

Textillexikon

Foto: © Jutta Anger / www.pixelio.de

Acetat 
Acetat ist eine Chemiefaser auf pflanzlicher Basis. Wegen der seidenähnlichen Qualität wird Acetat besonders für feine Wäsche, Kleider, Blusen und alle Futterstoffe verarbeitet. Acetat-Stoffe sind knitterfrei und einlaufbeständig. 

Alpaka 
Alpaka ist die Wolle des südamerikanischen Schafkamels. Die glänzenden Haare zeichnen sich aus durch eine besonders feine, weiche Qualität. Äußerst hochwertig und haltbar. Alpaka-Wolle wird in erster Linie für hochwertige Strickwaren verwendet. 

Angora 
Angora nennt man die Wolle des Angora-Kaninchens. Sie ist besonders glatt, feinflauschig und streichelweich. Wegen ihrer angenehm wärmenden Eigenschaft wirkt Angora-Wolle auch Rheuma lindernd. 

Anilin-Leder 
Anilinleder ist natürlich wirkendes Leder ohne Farb- bzw. Schutzschicht auf der Nappa-Seite. Anilin-Leder sieht am schönsten mit einer leichten Patina aus und sollte deshalb nicht so oft gereinigt werden. 

Batist 
Batist ist ein hochzartes, transparentes Gewebe, das häufig aus Baumwolle oder zarten Mischgarnen hergestellt wird. Aufgrund seiner feinen Struktur wird es vor allem für zarte Wäsche, edle Blusen oder Hemden verwendet. 

Baumwolle 
Baumwolle ist eine Naturfaser. Sie wird aus den Samenhaaren der subtropischen Baumwollpflanze gewonnen. Baumwolle ist atmungsaktiv, sehr strapazierfähig, reißfest und widerstandsfähig gegen Hitze. Ein besonderes Kennzeichen der Baumwolle ist ihre gute Saugfähigkeit. Sie kann ca. 20% ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich nass anzufühlen und bis zu 65% ohne zu tropfen. Sie trocknet jedoch langsam. Durch Mercerisieren (Behandlung mit Natronlauge bei gleichzeitigem Spannen) erhält die Baumwolle einen leichten Glanz – Reißfestigkeit und Saugfähigkeit werden noch erhöht. Baumwolle ist nicht sehr wärmend. Durch Aufrauhen kann das Warmhaltevermögen verbessert werden. Baumwolle knittert stark und kann bei der Wäsche sehr einlaufen. Durch spezielle Behandlung (Veredelung) kann Baumwolle schrumpffrei und knitterarm (pflegeleicht) werden. Kleidungsstücke aus Baumwolle sind meistens problemlos in der Maschine zu waschen. 

Baumwoll-Stretch 
Diese hochwertige Fasermischung verbindet den hohen Tragekomfort der Naturfaser Baumwolle mit den Vorzügen der Elastikfaser Elasthan. Das Ergebnis: Optimale Anpassungsfähigkeit an den Körper und langfristig hervorragende Passform. 

Bouclé 
Bouclé ist ein kuschelweiches, so genanntes Haargarn aus unregelmäßigen Schlingenfasern. Es wird meist zu auffälligen Effektstoffen mit ausgeprägter Struktur verarbeitet. In der Mode ist Bouclé derzeit einer der gefragtesten Trend-Qualitäten. 

Brokat 
Brokat ist ein schweres, meist stark gemustertes hochwertiges Gewebe. Waren Brokat-Gewänder früher nur wenigen Adligen und Reichen vorbehalten, hat sich durch die Erfindung des Jacquard-Webeverfahrens die Verwendung von Brokat weitgehend demokratisiert. Die Herstellung von Brokat ist allerdings auch heute noch vergleichsweise aufwendig, so dass dieser edle Stoff in der Regel nur in der Abendmode und bei hochwertigen Heimtextilien zum Einsatz kommt. 

Changeant 
Changeant ist ein aufwendiges Gewebe, das je nach Lichteinfall in verschiedenen Farben schillert. Dieser Effekt wird durch unterschiedliches Färben zweier meist glänzender Garne erreicht, die anschließend verwebt werden. Ein sehr modischer Effekt. 

Charmeuse 
Charmeuse nennt man ein spezielles laufmaschensicheres Trikotgewebe. Es besteht meistens aus Polyamid, seltener aus Viskose. Wegen seiner hohen Formbeständigkeit wird Charmeuse gerne für Nachtwäsche und Miederwaren verwendet. 

Chenille 
Chenille ist ein weiches, feines Effektgarn mit abstehendem Flaum. Durch seinen samtigen Charakter wird es in der Damenmode zu topmodischen Strickwaren verarbeitet. 

Chevreau-Leder 
Chevreau-Leder nennt man chromgegerbtes Ziegenleder mit feinen Narben. Wegen seiner besonders weichen und anschmiegsamen Qualität zählt man es zu den edelsten Ledersorten. Chevreau-Leder wird vor allem für hochwertige Damen- und Herren-Lederbekleidung verwendet. 

Chiffon 
Hauchzartes, durchsichtiges Gewebe mit feinem, unregelmäßigem Oberflächenbild und "körnigem" Griff. Chiffon wird hauptsächlich für Tücher, Schals, Blusen und besonders zarte Nachtwäsche verwendet. Damit er trotz seiner extrem zarten Textur die für optimale Tragequalität nötige Strapazierfähigkeit aufweist, wird er meist aus Chemiefaser-Endlosgarnen hergestellt. 

Cloqué 
Cloqué nennt man ein modisches Effektgewebe mit leicht gecrepter Oberfläche. Die Struktur entsteht durch ein leicht zusammengezogenes Untergewebe, auf dem meist taftartige Obergewebe voluminöse "Blasen" bilden. Dieser sogenannte "Blasenkrepp" wird aufgrund seiner interessanten Struktur für topmodische Abendkleider und Blazer verwendet. 

Cord 
Cord erkennt man leicht an seiner prägnanten Rippenstruktur und der samtigen, weichen Oberfläche. Cordstoffe sind sehr haltbar und strapazierfähig. Sie werden daher häufig für Hosen, Westen oder Jacken im Jeans-Style verwendet. 

Cordura 
Cordura ist ein leichtes Kunststoff-Material, das Wasser und Schmutz abweist. Bei Schuhen wird es aus Stabilitätsgründen stets in Kombination mit Leder verarbeitet. 

Crêpe 
Crêpe bezeichnet alle Gewebearten, die eine leichte bis kräftige Körnung aufweisen. Die unregelmäßige Stoffstruktur ergibt sich durch wechselnde Garndrehung. Crêpe wird in erster Linie zu Kostümen, Sakkos, Blusen und Blazern verarbeitet. 

Crinkle 
Crinkle zeigt die modische Knitter-Optik. Crinkle-Stoffe sind aus oder mit Baumwolle, aus Seide oder Kunstfasern. Die feinen Knitter entstehen durch Wärmebehandlung. Besonders angenehm: Auf Bügeln kann generell verzichtet werden. 

Cupro 
Cupro ist eine Zellulosefaser, die im Kupferverfahren aus Baumwollresten hergestellt wird. Stoffe aus oder mit Cupro verbinden die edle Optik, den weichen Fall und festen Griff gewaschener Seide mit den unkomplizierten Pflegeeigenschaften moderner Chemiefasern. Sie sind bequem in der Maschine zu waschen und knittern wenig. 

Denim 
Denim ist ein strapazierfähiger Baumwollstoff, der hauptsächlich für Jeansmode verwendet wird. Die fertig konfektionierten Kleidungsstücke erhalten durch unterschiedliche Auswaschverfahren (z.B. stone-washed) ihren modischen Look. Die Stärke des Stoffes wird durch die Gewichtsangabe in Unzen angegeben. 

Dralon 
Dralon ist eine synthetische Acrylfaser von BAYER. Dralongewebe ist besonders pflegeleicht und strapazierfähig. Wird Dralon mit anderen Fasern, z.B. Wolle gemischt, verbessert es durch diese positive Eigenschaft Pflege- und Tragekomfort der entsprechenden Modelle. 

Dunova 
Dunova ist eine synthetische Acrylfaser von BAYER. Sie kann bis zu 35% Feuchtigkeit aufnehmen und ca. 1/3 schneller trocknen als Naturfasern. Wegen dieser Eigenschaften wird Dunova gerne für hochwertige Sportbekleidung, Unterwäsche und Strickwaren verwendet. Häufig wird Dunova auch als "Klimafaser" bezeichnet. 

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Elasthan 
Elasthan ist eine synthetische Elastikfaser, die in erster Linie dazu verwendet wird, Passform und Komfort zu verbessern. Es ist extrem dehnbar, pflegeleicht und formbeständig. Es gilt: Je höher der Elasthananteil, desto perfekter passt sich das Modell dem Körper an. Diese hochelastischen Fäden können bis zum Siebenfachen ihrer Länge gedehnt werden und ziehen sich dann wieder auf ihre ursprüngliche Länge zusammen. Elasthan (bekannte Markennamen sind Lycra, Dorlasthan) wird selten pur, sondern mit anderen Fasern zusammen verarbeitet. Elasthan macht Stoffe dauerhaft elastisch und ist wie alle synthetischen Chemiefasern knitterarm, pflegeleicht und strapazierfähig. Dieses Material ist unempfindlich gegenüber Deodorants, Sonnenöl und Waschmitteln, es verträgt aber keine chlorhaltigen Bleichmittel und keine hohen Temperaturen. 

Faconné 
Faconné ist eine edle Stoffqualität, die sich durch seine besonders feine Jacquard-Musterung auszeichnet. Die spezielle farbige Anmutung ergibt sich durch unterschiedliches Binden beim Verweben der Garne. Häufig verwendet man Faconné für modische Kostüme, Blazer, Anzüge und Sakkos. 

Feinripp/Doppelripp 
Feinripp: Supergekämmt mit feinem, glattem Maschenbild. Doppelripp: Supergekämmt, 2-fädig, elastisch, formstabil. 

Filz 
Nach der DIN 61205 ist Filz ein "textiles Flächengebilde, dessen Struktur durch die naturgegebenen Eigenschaften der Verfilzung von Schafwolle und verschiedenen tierischen Haaren unter Einwirkung von Druck und feuchter Wärme entsteht". Grundsätzlich lassen sich fast alle Fasern zusammen mit Schafswolle zu Filz verarbeiten: Mit Baumwolle angefangen, über Seide, Hanf, Flachs, Sisal, Jute, Kokos, auch den Kunstfasern Polyamid, Polyester, Polyacryl bis hin zu den verschiedensten Tierhaaren sowie Menschenhaar. Da der Filz je nach Anwendungsbereich unterschiedlichsten Anforderungen gerecht werden muss und die verarbeitenden Fasern sehr unterschiedlicher Natur sind, ist unter dem ungeschützten Begriff Filz so ziemlich alles zu Hause, was in seiner Art "verzwickt" ist. Zwar gibt es diverse DIN- oder ISO-Normen, aber keinen einheitlich übergreifenden Standard, der die Zusammensetzung von Filz vorschreibt. Ob zum Glück oder Unglück der Hersteller, mag dahingestellt sein. Zumindest lässt der ungeschützte Begriff gerade den Künstler/innen die Freiheit, mit verschiedenen Fasern und Mischungen zu experimentieren. 

Flachs 
Flachs ist eine der ältesten Nutzpflanzen der Menschheit. Es ist besonders robust, beim Anbau kann daher häufig auf umweltbelastende Pestizide verzichtet werden. Aus dem meist blassgelben "Stengelbast" wird die Naturfaser Leinen gewonnen. Leinen ist strapazierfähig und verfügt über einen edlen Schimmer. In der Mode - gerade in der Naturmode - wird Leinen heute besonders häufig zu Blusen, Hemden, Kleider und Anzüge verarbeitet. 

Flanell 
Flanell ist ein klassischer Webstoff aus Baumwolle, Wolle oder Viskose. Er wird einseitig oder beidseitig aufgerauht und ist daher besonders weich, warm und kuschelig. Besonders beliebt ist Flanell im Bereich der Sportbekleidung, Nachtwäsche und Bettwäsche. 

Fleece 
Fleece wird meistens in der Sport- und Freizeitmode eingesetzt, wo es vor allem auf Funktionalität ankommt. Im Winter als dichte, kuschelwarme Flauschqualität, im Sommer in spürbar leichterer Wirkart. Aber immer strapazierfähig und pflegeleicht, weil die Polyesterfaser selbst kaum Feuchtigkeit aufnimmt – im Gegensatz zu Naturfasern. 

Flock-Velours 
Beim Flock-Velours werden Kunstharzbindemittel aufgedruckt, auf die Kurzfasern in einem elektrostatischen Feld aufgebracht werden. Flockdrucke sind reib- und waschecht. 

Frottee 
Frottee ist ein Kräuselstoff, der sich sehr flauschig und weich anfühlt. Typisch sind kleine Schlingen auf der Oberfläche, die auf der Haut einen angenehm belebenden Kribbel-Effekt erzeugen. Besonders häufig wird Frottee wegen seiner Saugfähigkeit für Handtücher, Bademäntel und Spannbetttücher verwendet. 

Frottier 
Frottier ist besonders weich und angenehm auf der Haut. Man verarbeitet Frottier gerne zu hochwertig-flauschigen Hand- und Badetüchern, Bademänteln und Bettwäsche. 

Gabardine 
Typisch für Gabardine ist die durch eine spezielle Bindung entstehende schräge Rippenstruktur. Wegen der dichten und strapazierfähigen Qualität wird Gabardine vor allem für Hosen, Röcke, Kostüme und Mäntel verwendet. 

Glacé-Leder 
Glacé-Leder ist ein sehr weiches, dehnbares Ziegen- oder Lammleder. Durch Gerben mit Aluminiumsulfat erhält es seine außergewöhnliche Qualität. Glacé-Leder wird vor allem für hochwertige, elegante Handschuhe verwendet. 

Gore-Tex 
Gore-Tex-Gewebe bilden eine hauchdünne Membrane. Sie lässt Körperfeuchtigkeit vom Inneren der Kleidung nach außen, aber keinen Regen oder Wind nach innen. Wegen dieser herausragenden Klima-Eigenschaften wird Gore-Tex gerne für hochwertige Sport- und Outdoor-Bekleidung verwendet. 

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Jacquard 
Sammelbegriff für alle Gewebe mit einer Bindungsmusterung, d.h. das Muster des Stoffs entsteht durch eine relativ komplizierte Steuerung der Kettfäden während des Web- oder Wirkvorgangs. Diese hochwertige Art der Dessinierung wurde nach J.M. Jacquard benannt, der 1805 eine spezielle Webmaschine erfand, die eine größere Produktion dieser aufwendigen Qualität ermöglichte. 

Jersey 
Jersey ist ein leicht dehnbares, wunderbar weiches Gestrick mit einer leichten Rippenstruktur. Durch seine hohe Elastizität gewährt er optimale Passform und perfekten Tragekomfort. Zunächst nur für Unterwäsche verwendet, ist Jersey aufgrund seiner weichen, anpassungsfähigen Struktur gerade in der femininen Damenmode sehr beliebt. 

Kaschmir 
Kaschmir ist die seltene, nur einmal jährlich durch Auskämmen gewonnene Wolle der Kaschmir-Ziege - die wertvollste Wollqualität überhaupt. Sie ist unvergleichlich weich, leicht und anschmiegsam. Kaschmir wird, auch als Beimischung, vor allem zu hochwertigen Pullovern, Mänteln, Kostümen und Anzügen verarbeitet. 

Leder 
Gegerbte Tierhäute, meist von Rind, Lamm, Ziege oder Schwein. Leder ist eines der ältesten Materialien der menschlichen Bekleidung. Für Oberbekleidung wird im allgemeinen Nappaleder (Sammelbegriff für alle Ledersorten mit glatter, manchmal leicht glänzender Oberfläche) oder Veloursleder (samtige Oberfläche) bevorzugt. Lederbekleidung sollten Sie vor dem ersten Tragen gründlich mit einem guten Leder-Imprägniermittel einsprühen. Das schützt vor Wasserflecken und vermindert die Schmutzaufnahme. Behandeln Sie Leder nie mit scharfen Lösungsmitteln und schützen Sie es vor intensiven Lichtquellen. Außerdem sollten Sie feuchtes Leder keiner Hitze aussetzen und am besten auf Formbügeln bei Zimmertemperatur trocknen lassen. Wenn Sie Lederbekleidung bügeln, dann bitte stets von der linken Seite mit Bügeltuch und bei Wolltemperatur. 

Lederimitat 
Modisch ein absolutes Trendthema. Ursprünglich als günstigere Alternative zum Naturmaterial Leder entwickelt, schätzt man es heute wegen seinen ganz spezifischen Vorteilen: Lederimitat ist wunderbar softig weich, hat eine ganz besonders gleichmäßige Oberfläche und ist sehr häufig sogar maschinenwaschbar. Bitte beachten Sie dazu die Pflegeanleitung. 

Leinen 
Aus dem Stengelbast des Lein (auch Flachs genannt) gewonnene Faser. Leinen zeichnet sich durch seine außerordentliche Festigkeit aus. Sein kühler Griff, seine Glätte, der leichte Glanz und die geringe Wärmehaltung machen Leinen zur idealen Faser für hochwertige Sommerbekleidung. Die beim Tragen entstehenden Falten betonen den lässig-eleganten Charakter. 

Linon 
Linon ist feines und leichtes Gewebe aus Leinen oder Baumwolle. Typisch für hochwertige Linon-Qualität ist die angenehm glatte und dichte Oberfläche. Linon wird in erster Linie zu Bettwäsche verarbeitet. 

Loden 
Loden ist ein schweres und strapazierfähiges Gewebe aus sogenannten Streichgarnen. Häufig wird er in mehreren Arbeitsgängen aufwendig gewalzt, wodurch er besonders wetterfest wird. Loden ist eine typische Qualität für Landhausmode und wird dort in erster Linie für Mäntel, Janker, Kostüme und Hüte verwendet. 

Lurex 
Lurex ist ein glänzendes, metallisches Effektgarn. Lurex-Fasern werden vor allem in der exklusiven Abendmode, für modische Blazer, Kostüme und Blusen verwendet. Meist ist Lurex waschbar und reinigungsbeständig. 

Lycra 
Lycra ist der geschützte Name für die hochwertige Elasthanfaser der Firma DuPont. Sie verleiht Kleidungsstücken dauerhaft Elastizität, optimale Passform und perfekten Sitz. 

Melange 
Melange nennt man ein Gewebe aus verschiedenfarbigen Garnen, die bereits vor dem Spinnen unterschiedlich gefärbt werden. Typisch ist die so entstehende verschwaschene Musterung mehrerer Farbtöne. Besonders häufig verwendet man modische Melange in der Sport-, Freizeit und Outdoor-Bekleidung. 

Merino-Wolle 
Merino nennt man die feine und besonders weiche Wolle des Merino-Schafs. Diese hochwertige Woll-Qualität ist sehr elastisch. Sie wird vor allem für feine Pullover, Sakkos und Kostüme sowie edle Strickwaren aller Art verwendet. 

Microfaser 
Microfaser ist eine moderne High-Tech-Faser aus Polyester oder Polyamid und zehnmal so fein wie der Faden der Seidenraupe. Die einzelnen endlos langen Fäden oder Fasern werden zu feinen Garnen weiterverarbeitet. Millionen microfeiner Fasern bilden ein Gewebe, durch das Wind und Regen nur schwer eindringen, die dampfförmige Körperfeuchtigkeit aber gut verdunsten kann. Stoffe aus Microfaser sind federleicht und weich, dabei enorm strapazierfähig, wind- und wasserabweisend und atmungsaktiv. 

Mischfaser 
Als Mischgewebe bezeichnet man Gewebekompositionen aus Naturfasern, aus Natur- und Chemiefasern oder verschiedenen Kunstfasern. Die so entstehenden Garnmischungen vereinen in sich meist die Vorteile der verschiedenen Ausgangsmaterialien. So bietet z.B. die Kombination aus Baumwolle und Polyester im Tragekomfort Vorzüge der Naturfaser, ergänzt durch die Pflegevorteile der Kunstfaser. Sehr beliebt ist auch die Mischung mit Elastikfasern. 

Modal 
Modal ist eine Chemiefaser auf der Basis von Buchen- oder Fichtenholz. Das weiterentwickelte Viskosegewebe wird häufig für Tisch- und Bettwäsche, Kleider, Blusen und Hemden sowie Nachtwäsche und Strickwaren verwendet. Es ist knitterarm, formbeständig und trocknet schnell. 

Mohair 
Mohair heißt die langhaarige, feinflauschige Wolle der Angora-Ziege (nicht zu verwechseln mit Angora, der Wolle des Angora-Kaninchens). Mohair ist angenehm leicht und wunderbar warm. Es wird für edle Pullover und Schals verwendet. 

Moiré 
Moiré nennt man ein einzigartiges, schillerndes Effekt-Dessin, das durch ein aufwendiges Verfahren auf quergerippten Taft-Geweben erzielt wird. Es entsteht ein in sich schimmerndes, in der Form häufig an Pfauenfedern erinnerndes Muster. Der Moiré-Effekt hält sich am dauerhaftesten auf nicht quellenden Kunstfasern wie Acetat. 

Musselin 
Musselin ist ein locker gewebter Stoff aus Baumwolle, Wolle oder Viskose. Typisch für die Stoffqualität ist der weiche unscheinbare Faserflaum auf der Oberfläche. Musselin-Gewebe sind besonders leicht und luftig und werden daher bevorzugt in der Sommermode verwendet. 

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Nappa-Leder 
Nappa-Leder erkennt man an seiner glatten, geschmeidigen, häufig leicht genarbten Oberfläche. Diese feine Oberflächenstruktur ergibt sich aus der ursprünglichen Tierhaut und ist typisch für die natürliche Ausstrahlung des Leders. Jedes Modell aus Nappa-Leder hat daher einen individuellen Charakter. 

Nicki-Velours 
Nicki wird in der Regel aus Baumwolle, Viskose oder auch weichen synthetischen Fasern hergestellt. Er ist elastisch, samtig-kuschelweich und passt sich jeder Bewegung an. Darum ist Nicki-Velours, häufig auch Nicki-Plüsch genannt, einer der Lieblingsmaterialien für bequeme Homewear und praktische Kinderbekleidung. 

Nubuk-Leder 
Typisch für Nubuk-Leder ist die samtige Oberfläche, die durch vorsichtiges Anschleifen auf der Narbenseite entsteht. Das Leder erhält dadurch seine feinsamtige Oberflächenstruktur. Nubuk wird in erster Linie für hochwertige Lederbekleidung, Schuhe und Handschuhe verwendet. 

Nylon 
Eine besonders feine Chemiefaser aus Polyamid, erfunden von W.H. Carothers. Seit den 50er Jahren ist Nylon aus der Modewelt nicht mehr wegzudenken. Kein Wunder - Nylon ist besonders pflegeleicht, strapazierfähig, knittert nicht und trocknet schnell. Das macht Nylon zum idealen Material für sportliche wie elegante Kleidungsstücke. 

Organza 
Organza ist ein hauchzartes, transparentes Gewebe aus Natur- oder Chemiefasern. Aufwendige Ausrüstungsverfahren verleihen dem federleichten Edelgewebe dauerhaft Stand. Organza wird daher in erster Linie für aufwendig gebauschte oder drapierte Abendmodelle in interessanten, voluminösen Schnitten verwendet. 

Piqué 
Piqué (häufig auch Pikee geschrieben) ist ein leichtes Gewebe mit waffelartiger oder körniger Oberfläche. Diese fühlt sich auf der Haut besonders leicht und angenehm an. Durch die Struktur ist Piqué zugleich besonders saugfähig. Aufgrund dieser positiven Eigenschaften wird gewebter Piqué besonders gerne für sportliche Hemden und Blusen, im Bereich der Heimtextilien für Hand- und Saunatücher verwendet. Gewirkter Piqué ist das typische Material der klassischen Polo-Shirts. 

Polyacryl 
Polyacryl ist eine synthetische Chemiefaser, aus der weiche Stoffe hergestellt werden. Sie ist knitterfrei sowie licht- und wetterbeständig. Häufig werden hochwertige Naturfasern durch eine Polyacryl-Beimengung von 20-30% stabilisiert und pflegeleichter gemacht, so dass sich das Modell durch die positiven Eigenschaften beider Materialien auszeichnet. Ab einem Polyacryl-Anteil von 50% gilt ein Kleidungsstück in der Regel als pflegeleicht. Beachten Sie jedoch genau die Pflegeanleitung im Etikett. 

Polyamid 
Die synthetische Chemiefaser Polyamid wird häufig mit anderen Fasern gemischt. Sie ist reißfest, knitterarm und schnell trocknend. Da sich aus Polyamid ein sehr feines, zugleich aber strapazierfähiges Garn herstellen lässt, wird es häufig für Bademoden, Kleider, Blusen und Hemden sowie Schirm- und Futterstoffe verwendet. 

Polyester 
Polyester ist eine vollsynthetische Chemiefaser. Es wird in ganz verschiedenen Strukturen und Materialstärken hergestellt und häufig mit anderen Fasern gemischt. Polyester trocknet besonders schnell und ist einlauf- und formbeständig. Es is daher ideal für Sportbekleidung, Bademoden, Kleider, Kostüme und Wäsche sowie für Krawatten und Schals. 

Popeline 
Popeline ist ein besonders dichtes Gewebe aus feinen Baumwoll-, Woll- oder Kunstfasergarnen. Typisch für Popeline ist die feinrippige Struktur und der feine Glanz. Popeline wird bevorzugt zu sportlichen Hemden oder Blusen und Mänteln verarbeitet. 

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Sablé 
Sablé ist ein weiches, körniges Voile-Gewebe. Seine kunstvollen Glanzeffekte machen den Sablé für Heim- und Dekorationstextilien besonders interessant. 

Samt 
Samt ist seit jeher eine der edelsten Qualitäten der Modewelt. So war z.B. in den mittelalterlichen Kleiderordnungen genau festgelegt, wem es erlaubt war, sich mit Samt zu schmücken. Verstöße wurden streng bestraft. Auch heute noch ist Samt - vor allem der matt schimmernde, feinflorige Baumwollsamt – einer der hochwertigsten Qualitäten, die die Mode zu bieten hat. 

Satin 
Durch eine ausgeklügelte Webart ist es möglich, diesem wertvollen Gewebe zwei unterschiedliche Seiten zu geben: Eine ganz glatte, kostbar glänzende (sie wird meist nach außen verarbeitet) und eine eher matte, etwas unregelmäßigere. 

Seide 
Seidenstoffe begeistern durch ihren edlen Glanz, ihren angenehm kühlen Griff und ihre Feinheit. Es empfiehlt sich, Seidengewebe möglichst schonend, d.h. handwarm und mit Feinwaschmittel zu waschen (wenn es das Pflege-Etikett nicht anders vorschreibt). Echte Seide wird aus den Kokons der Maulbeerspinner (eine gezüchtete Seidenraupe) gewonnen. Die edelste Seide ist die Haspelseide – der ca. 1000 m lange Faden vom Kokonmittelteil. Die äußere und die stärker verklebte Innenschicht des Kokons werden zu Schappe- oder Bouretteseide verarbeitet. Aus den Kokons der wildlebenden Tussahspinner wird Wildseide gewonnen. Seide ist bei allen Temperaturen angenehm zu tragen, denn sie wärmt bei Kälte und kühlte bei Hitze. Alle Seidenstoffe können ungefähr die Hälfte ihres Gewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich feucht anzufühlen. Seide gibt die Hautfeuchtigkeit schnell nach außen ab. Aber Vorsicht: Schweiß kann hässliche Flecken verursachen und die Seide brüchig machen - deshalb immer Schweißblätter einnähen. Seide hat eine hohe Reißfestigkeit, ist je nach Qualität, Gewebeart und Ausrüstung sehr leicht und geschmeidig oder schwer und steif und dementsprechend mehr oder weniger knitteranfällig. 

Single-Jersey 
Single-Jersey ist seit der Erfindung des T-Shirts eine der beliebtesten Modequalitäten überhaupt. Fein gestrickt macht es jede Bewegung mit, ist durch sein feines Maschenbild atmungsaktiv und besonders weich auf der Haut. Alle diese positiven Eigenschaften machen Single-Jersey zum idealen Material für Shirts, Wäsche, Nachtwäsche sowie Sport- und Kinderbekleidung. 

Stone-washed 
Eine besondere Ausrüstungsform, vor allem im Bereich der Jeans-wear. Die fertigen Kleidungsstücke werden hierbei industriell zusammen mit Lavasteinen in großen Waschmaschinen gewaschen. So entsteht der lässige "Used-Look". 

Stretch 
Web- oder Wirkqualitäten, die sich durch die Beimischung elastischer Garne (das wohl bekannteste heißt Elasthan) ausgezeichnet für hautenge und körpernahe Schnitte eignen. Hochwertige Stretch-Stoffe verbinden auf ideale Weise hohen Tragekomfort mit dauerhaft guter Passform. Da sie wenig knittern, braucht man sie nach dem Waschen auch kaum zu bügeln. 

Sweatshirtstoffe 
Meist aus innen aufgerauhtem Trikotstoff oder Jersey, aus Baumwolle oder Baumwollmischungen. 

Sympatex 
Eine spezielle Ausstattung, die vor allem im Bereich anspruchsvoller Sport- und Freizeitbekleidung Verwendung findet. Jacken mit Sympatex-Ausstattung sind wasserabweisend, winddicht, gleichzeitig aber atmungsaktiv. 

Taft 
Taft ist ein popeline-ähnliches, halbsteifes Gewebe, das meist aus Naturseide oder Chemiefaser hergestellt wird. Wegen seines feinen Glanzes, dem leichten Stand und der trotz der feinen Optik hohen Strapazierfähigkeit wird Taft bevorzugt zu Futterstoffen wie auch zu edlen, hochwertigen Blusen und eleganten Abendmodellen verarbeitet.

Teflon 
Keine Angst vor Flecken – Gewebe, die mit Teflon ausgerüstet sind, verfügen über einen hochwertigen Gewebeschutz! Telfon wirkt schmutzabweisend, Flüssigkeit perlt einfach ab. Die Kleidung ist angenehm zu tragen, der Stoff bleibt atmungsaktiv. 

Tencel 
Tencel ist eine moderne, superfeine Qualitätsfaser aus dem natürlichen Ausgangsstoff Zellulose. Das feine, schmeichelnd weiche Gewebe ist atmungsaktiv und angenehm temperaturausgleichend. Dabei ist Tencel sehr strapazierfähig und bis 40° in der Maschine waschbar. 

Trevira 
Trevira-Gewebe ist das eingetragene Warenzeichen für die strapazierfähige Polyesterfaser der Firma HOECHST. Trevira wird wegen seiner hohen Strapazierfähigkeit vor allem zu Hosen, Röcken und Mänteln verarbeitet. Es ist besonders pflegeleicht. 

Tweed 
Tweed ist ein dickes Wollgewebe mit rustikalem, leicht noppigem Charakter. Ursprünglich ausschließlich in England und Irland hergestellt, gilt Tweed heute noch als Inbegriff des "Country-Style". Tweed wird in erster Linie zu Sport-Sakkos, Sport-Kostümen und Mänteln verarbeitet. 

Twill 
Twill nennt man eine besonders dichte, zweifädig in Körperbindung gewebte Stoffqualität. Meist wird Twill aus Baumwolle hergestellt. Durch die feste und dennoch feine Bindung wird er gerne für strapazierfähige und leichte Sommerbekleidung im Jeans-Style verwendet. 

Used washed 
Die fertigen Kleidungsstücke, vor allem Jeanswear, werden in einem extra Waschgang behandelt, um so eine "eingetragene" Optik zu erzeugen - den sogenannten "Used-Look". 

Velours-Leder 
Velour-Leder zeichnet sich durch seine samtartige und weiche Oberfläche aus. Es wird besonders gern für anspruchsvolle Damen- und Herren-Lederbekleidung sowie elegante Schuhe verwendet. 

Viskose 
Viskose ist die "natürlichste" aller Chemiefasern. Sie wird aus regenerierter Zellulose (Ausgangsmaterial Buchen- oder Fichtenholz oder nicht verspinnbare Baumwolle) gewonnen und zu leichten, weich fließenden Stoffen verarbeitet. Die Zellulose wird zur Spinnmasse gelöst und ist nach dem Verfestigen wieder reine Zellulose ohne chemische Veränderungen. Viskose kann nach Bedarf glänzend oder matt hergestellt werden. Je nach Glanz, Feinheit und Kräuselung kann der Viskose eine Seiden-, Baumwoll- oder Wolloptik gegeben werden. Selbst die für Leinen typischen Faserverdickungen können ohne Probleme hergestellt werden. Viskose ist saugfähiger als Baumwolle, aber in nassem Zustand nicht sehr reißfest und strapazierfähig. Kleidung aus Viskose lässt sich meist bei 30° im Schonwaschgang waschen. Nur schwach oder gar nicht schleudern und nass aufhängen. Bitte immer die Pflegeanleitung im Kleidungsstück beachten! 

Wollsiegel 
Das Wollsiegel ist das in 117 Ländern geschützte Gütezeichen mit streng überwachten Qualitätsvorschriften für Erzeugnisse aus reiner Schurwolle. Für hochwertige Mischungen mit anderen Textilfasern gibt es das Combi-Wollsiegel. Hierbei ist das Mischungsverhältnis für jede Qualität genau vorgeschrieben und muss unter genauer Angabe der Prozente genannt werden.

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